Accords nouveaux

François-Pierre Goy & Andreas Schlegel

Ein Buch mit zwei CDs über ein Lautenmanuskript herausgeben?

Und erst noch über eines, das vier in Lautenistenkreisen verpönte Accords nouveaux voraussetzt – Lautenstimmungen zwischen der Renaissance-Stimmung (vieil ton) und der Barock-Stimmung (auch irreführend d-Moll-Stimmung genannt)? 

Ja! Denn ein Lautenbuch ist weit mehr als „nur" ein Lautenbuch. 

Ein Konzert mit Musik aus diesem Lautenbuch könnte folgenden Titel tragen: 

Rufmord vor Trump und Twitter:
Wie im 17. Jahrhundert die Gürtellinie runtergezerrt wurde.

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Und hier der Kommentar des Gitarristen Harald Stampa: 

„Das Lautenbuch der von Erlach“ ist ein sehr spezielles Hörbuch, mir hat es Spass gemacht, hin und her zu blättern und zu hören und so einen gesamthaften Überblick zur Thematik zu bekommen, ohne sich in die wissenschaftliche Literatur einarbeiten zu müssen. Ich finde das sehr gelungen!

 

Hier vom Hymnologen Hans-Jürg Stephan:

Vielen Dank für die prompte Lieferung des Lautenbuches derer von Erlach – ein prächtig ausgestattetes Werk, eine Fundgrube ohne gleichen. Die beiden CDs sind das Tüpfchen auf’s i, d.h. das Buch stellt ein Ausnahme dar (»Booklet« wäre eine Beleidigung).

 

Und noch eine Rückmeldung von Christian von Erlach,
der vor knapp 10 Jahren per Zufall Übersetzer eines Fachartikels von mir wurde: 

Wie du weisst, habe ich zu meinem Geburtstag dein neuestes Werk erhalten. Ich habe es mir mit grossem Interesse und viel Genuss zu Gemüte geführt: Da ist dir etwas Fantastisches gelungen! Ganz grossen Dank und herzliche Gratulation! Du erweckst die Musik zum Leben und setzt sie auf eine gekonnte Art in ihren historischen Zusammenhang - und das Ganze in einer Sprache, die nicht bloss erzählt, sondern zeigt. Das kulturelle Erbe bleibt lebendig und kann erlebt - ja, bis zu einem gewissen grad begriffen - werden. 
Du merkst, ich bin begeistert und wünsche dir und deinem Werk ein Publikum, das weit über die Kreise der Lautenfans und Berner Lokalhistoriker hinausreicht. 

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Das Lautenbuch der von Erlach beschäftigt mich seit 1986. Zuerst habe ich es so behandelt wie jede andere Musikquelle auch: als Spielvorlage. Die Musik in Accords nouveaux hat mich damals trotz des notwendigen Umstimmens der Laute nicht abgeschreckt.

Dann habe ich aber auch aufgrund der Erfahrungen, die ich als Hörer am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel machen durfte, gelernt, nach dem Umfeld zu fragen, in der eine Quelle entstanden ist. Und da wurde es immer spannender: 

  • Wie kommt es, dass dieses Buch überlebt hat und heute im Staatsarchiv des Kantons Bern im Herrschaftsarchiv Spiez liegt? 
  • Wie könnte eine Verbindung zur Familie von Erlach aussehen? Welche Bedeutung hatte diese Familie damals und wer könnte der Empfänger dieser offensichtlich von einem anonymen Pariser Lautenmeister angefertigte Handschrift gewesen sein? 
  • Welche Musik ist darin zu finden? Wurde sie rezipiert und wenn ja, von wem, wann und wo?
  • Wie kam das Buch von Paris nach Spiez und von da nach Bern? Was ist diesem Buch in all der Zeit widerfahren?

Eine Frage führte zur nächsten Frage und so wurde dieses Manuskript zu einem Ariadne-Faden, der mich in die Schweizer Geschichte, in die Geschichte der Gardes-suisses und des Söldnerwesens generell, in die Geschichte des Kantons Bern und somit auch dessen Untertanengebiete wie den westlichen Teil des heutigen Aargaus, in die Musikgeschichte um 1620 und in die Welt der Lieder jener Zeit führte.

Ein Lautenbuch als Ariadne-Faden in die Geschichte meines Heimatlandes und -kontinents. Denn damals wie heute überschritt Kultur den jeweiligen sprachlichen und geographischen Raum. 

Ich lade also mit dem Buch zu einer Reise in die Zeit um 1620, aber auch um 1875 und in die heutige Forschung ein. Denn: Ein Lautenbuch ist weit mehr als „nur" ein Lautenbuch. 

Aber natürlich ist ein Lautenbuch auch eine musikalische Quelle und deren Inhalt soll hörbar sein!

Entsprechend habe ich als Lautenist alle Stücke dieser Handschrift auf der ersten der beiden dazugehörigen CDs eingespielt.

Beispiel Baize-moy ma Jeanneton aus dem Lautenbuch der von Erlach für Laute solo: 

Aber es hat noch eine zweite CD: Diese stellt den musikalischen Kontext dar. Es werden die Lieder, die sich im Lautenbuch der von Erlach, aber auch in anderen Quellen von Mitgliedern der Gardes-suisses verstecken, auf ihrer Reise quer durch Europa und im Verlaufe der Zeit verfolgt und zum Erklingen gebracht.

Beispiel Baize-moy ma Jeanneton in seiner Kontrafaktur Quand la mer rouge apparut aus einem Druck von 1717 samt einer weiteren sehr weltlichen Kontrafaktur aus Michel Jean Sedaine, Recueil de poésies, Amsterdam 1760 (Cantates et chansons: La Tentation de saint Antoine, bouquet à Madame ***): 

Das Buch ist in anderen Worten ein zu gross geratenes Booklet zu einer Doppel-CD, geschrieben für alle Reiselustigen, die gerne dem Ariadne-Faden „Lautenbuch der von Erlach" folgen und sich von dieser Reise ebenso faszinieren lassen wollen wie ich es bin.

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